Von 27. bis 31. Juli 2026 fand in Toronto der „ThirdWorld Congress of Business History“ statt. Ausgerichtet wurde der Kongress von der University of Toronto gemeinsam mit internationalen Fachgesellschaften, darunter der Canadian Business History Association, der Business History Society of Japan, der Business History Conference und der European Business History Association. Mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 40 Ländern kamen zusammen, um aktuelle Forschungen und innovative Ansätze der Unternehmensgeschichte zu diskutieren sowie neue Impulse für Forschung und Lehre zu gewinnen.
Die „Brücke WISOG“ der Universität Graz, bestehend aus dem Institut für Geschichte (Arbeitsbereich WISOG), dem Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte (I:WSU) und der Österreichischen Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (ÖGU), war beim Kongress in vielfältiger Weise vertreten. Das Institut für Geschichte und die ÖGU wurden von Prof. Walter Iber repräsentiert, das I:WSU durch Prof. Thomas Krautzer und Mag.a Michaela Tasotti.
Iber und Krautzer übernahmen auf Einladung der Veranstalter mehrere Panelvorsitze. Darüber hinaus präsentierten sie ein gemeinsames Paper zum „Grazer Ansatz“ der Unternehmensgeschichte, einem theoretisch-methodischen Zugang zur Analyse unternehmerischen Erfolgs und/oder Misserfolgs anhand historischer Komponenten. Tasotti stellte das Oral History Archiv der Universität Graz vor und beleuchtete die Bedeutung von Oral History als zentrale Methode der unternehmenshistorischen Forschung.
Die Teilnahme am Kongress bot nicht nur die Möglichkeit, aktuelle Forschungen aus Graz international zu präsentieren, sondern stärkte zugleich den interdisziplinären Austausch und die internationale Vernetzung mit führenden Expert:innen des Fachgebiets.
Ein kurzer Videobericht aus Toronto ist auf der Homepage der GEWI-Fakultät in der Rubrik „Wir in aller Welt“ abrufbar: https://gewi.uni-graz.at/de/persoenlichkeiten-an-der-geisteswissenschaft/wir-in-aller-welt/